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Sehr verehrte Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft Trier e.V.,

 

unser traditioneller Neujahrsempfang war für den 29. Januar 2021 vorgesehen. Aufgrund der aktuellen Situation musste das für unsere Gesellschaft so wichtige Ereignis abgesagt werden. Zusammensein, Kommunizieren, mit einem Glase Wein auf das neue Jahr anstoßen, leider nicht möglich, wir bedauern dies sehr.

 

Dennoch möchten wir versuchen, Rückblick zu halten und einen Ausblick zu geben. 

Bis auf den Neujahrsempfang 2020 und den interessanten Besuch der Korkindustrie in Irsch am 3. September (noch einmal herzlichen Dank an Roland Bouvet für die Organisation) mussten alle vorgesehenen Aktivitäten entfallen.

 

Wir freuen uns über die Aufnahme neuer Mitglieder im Verlauf des Jahres 2020 und begrüßen herzlich Michel Bouyer und Gerlinde Lechtenfeld, Barbara Fischer-Fürwentsches, Ruth Haubert, Barbara Herberich, Dietlinde Schatz, Dr. Markus Werz, Roger Scuvée und Pascale Rihoux  sowie  Vanessa Prinz (2021).

 

Wir trauern um die Mitglieder, die uns für immer verlassen haben: Ernst Söhngen, Frank Adolph und Jörg Volk. Wir werden sie vermissen, sie werden in unserer Erinnerung weiterleben. Um es mit Albert Schweitzer zu sagen: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen der Mitmenschen.“

 

Bedanken möchte ich mich bei den Mitgliedern unseres Vorstandes. Eine Bürgergesellschaft kann nicht existieren ohne die Mitarbeit derjenigen, die bereit sind, Zeit und Engagement aufzubringen.

Ohne sie alle wäre unsere Arbeit nicht möglich. 

Mein besonderer Dank gilt unserem Vizepräsidenten Daniel Portier, unserer Generalsekretärin Karin Braun und unserem Schatzmeister Eduard Dietz. Sie sind Garant dafür, dass unsere Gesellschaft auch in diesen schwierigen Zeiten funktioniert.  

 

Die Aktualität der Deutsch-Französische Gesellschaft Trier wird zur Zeit auch bestimmt von den Ereignissen der Jahre 1870/71, die das Machtgefüge in Europa tiefgreifend veränderten.

1840 bereist Victor Hugo mit seiner Frau Juliette den Rhein und das Rheintal. 1842 erscheint sein Buch „Le Rhin“, in dem er seine Eindrücke verarbeitet. Er schreibt u.a.: „La France et l’Allemagne sont essentiellement l’Europe. L’Allemagne est le cœur; la France est la tête ». Victor Hugos emotionale Sicht auf beide Länder, beide Kulturen erfährt durch den Krieg 1870/1871 eine tiefgreifende Veränderung. 

Heute, 150 Jahre später, wird der 18. Januar zu einem Tag, der für die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen von einschneidender Bedeutung ist.

Der Krieg 1870/71 neigt sich dem Ende zu, im Spiegelsaal von Versailles wird der preußische König als Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen, das Deutsches Reich entsteht. Neue Grenzen verändern die Landkarte, dienen als Abgrenzung zum Nachbarn, ein versöhnliches Miteinander scheint in der Folge nicht mehr möglich.

Aber Persönlichkeiten wie Aristide Briand und Gustav Stresemann während der 20iger Jahre und vor allem Charles de Gaulle und Konrad Adenauer während der 60iger Jahre greifen die Idee der Versöhnung, der Verständigung, des friedlichen Miteinanders wieder auf. Es gelingt ihnen, Trennendes nachhaltig zu überwinden. Hier findet der 2003 zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrages eingeführte „Deutsch-Französische Tag“ (22. Januar) seinen tieferen Sinn.

 

Das Gemeinsame über das Trennende zu stellen, in Frankreich, in Deutschland, in Europa, dies ist ein Ziel, dem sich die DFG Trier auch in Zukunft verpflichtet fühlt.

 

Ihnen allen ein gutes Jahr 2021!

 

 

Bleiben Sie gesund! 

Prenez soin de vous!

 

 

Herzliche Grüße

 

Joachim Schütze

(Präsident)