Straßenkinder in Uganda – ein Schattendasein am Rande der Gesellschaft
Sie fristen ihr Leben auf den Straßen und in den Gassen der Städte, ihr Leben ist ein täglicher Kampf ums Überleben. Sie leben von Almosen, Resten aus dem Müll und kleinen, gelegentlichen Diebstählen.
Einige der Jungen und Mädchen sind erst 6 Jahre alt und müssen sich – allein auf sich gestellt – in dieser Welt behaupten. Ihr Leben ist geprägt von Hunger, Gewalt, Angst und Schmerzen.
Für einige von uns sind diese Kinder unsichtbar, denn wir wollen sie nicht sehen. Sie passen nicht in unsere Vorstellung einer perfekten Welt und zeigen uns, dass wir als Gesellschaft versagt haben.
Durch unser Projekt mit Straßenkindern in der Stadt Soroti setzen wir ein Zeichen der Nächstenliebe und der Menschlichkeit. Jedes Kind bekam neue Kleidung, Hygieneartikel und ein persönliches Geschenk. Jedes Kind durfte einmal so viel essen wie es konnte, ohne betteln oder stehlen zu müssen.
Die Kinder, die wir angetroffen haben, waren überaus freundlich und dankbar, dass man sie als Menschen wahrgenommen hat.
Eine junge Frau im Alter von 14 Jahren kam mit ihrem 6 Monate alten Baby zu uns und dankte uns ganz besonders für die Babykleidung, die wir ihr übereicht haben. Die Zukunft des Babys wird für uns ungewiss bleiben; wenn es uns möglich ist, werden wir dieses Projekt auch im nächsten Jahr fortsetzen.
Wir helfen da, wo andere wegschauen – für ein Kind gibt es nichts Schlimmeres, als ausgestoßen zu sein und nicht gesehen zu werden.
Ein großes Dankeschön an Alle, die uns in diesem und in den vielen anderen Projekten unterstützen
Ein Hörstudio für ein Huhn
Schwerhörigkeit im Alter und in jungen Jahren ist ein globales Problem. Während der Zugang zu Akustikern und Hörgeräten in Deutschland zu jeder Zeit und kostenlos möglich ist, so stellt dies in Ländern der Dritten Welt ein großes Problem dar. Akustiker gibt es nur in den großen Städten, und der Patient muss alle Kosten selbst tragen, was für die von Armut betroffene Bevölkerung unbezahlbar ist.
In Zusammenarbeit mit David Stefanczyk, Leiter der Hörstube in Saarburg, und mit Unterstützung des Lions Club Saarburg hat sich unser Verein Apwoyo e. V. dieser Herausforderung gestellt.
Im Health Center von Ngora haben wir ein neues Hörstudio eröffnet, welches landesweit einzigartig ist. „Die Menschen kamen von nah und fern und haben teilweise 3 Tage und 3 Nächte im Freien übernachtet, nur um von mir behandelt zu werden. Alle meine Dienstleistungen habe ich gerne und kostenlos zur Verfügung gestellt“, so David Stefancyk.
Zu Abschied und als Dank für seine hervorragende Arbeit bekam David vom Landrat des Distrikts Ngora ein lebendes Huhn geschenkt.
Gebrauchte und alte Hörgeräte können ab sofort in der Hörstube Saarburg, Heckingstraße 12 – 14, abgegeben werden. Die gebrauchten Geräte werden von der Hörstube kostenlos gereinigt, instandgesetzt und ihrem neuen Zweck in Uganda zugeführt.
