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"La Bretagne"
Geschichten und Reportagen aus den Gemeinden und aus den Départements in Frankreich
Histoires et reportages des municipalités et départements de France
Die Stadt Josselin wurde im 11. Jahrhundert vom Vicomte de Porhoët um eine Motte herum gegründet, die auf einem felsigen Sporn (Eperon rocheux) errichtet wurde.
Die Motte diente als befestigter Herrschaftssitz und war der Ausgangspunkt für die Entwicklung der späteren Burg und der Stadt.
Das Schloss Josselin ist bis heute der Sitz des Herzogs von Rohan.
Das Schloss entwickelte sich aus der ursprünglichen Motte und ist ein bedeutendes Beispiel für mittelalterliche und Renaissance-Architektur.
Das Schloss von Josselin >
DIE GRÜNDUNG DER BURG
Die Motte von Josselin ist eine historische feudale Befestigungsanlage, die im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Sie liegt auf einem felsigen Vorsprung und bildete den Ursprung der Stadt Josselin im Département Morbihan in der Bretagne, Frankreich.
Im Jahr 1008 beschloss Guethenoc, Vizegraf von Porhoët und Sohn des Grafen von Rennes, auf einem Felsvorsprung am Fluss Oust eine Burg zu errichten. Ihm folgte sein Sohn Josselin, der sowohl der Burg als auch der um sie herum entstandenen Stadt seinen Namen gab. Von dieser Holzburg ist heute nichts mehr erhalten.
Eine feudale Motte ist eine spezielle Form einer mittelalterlichen Befestigungsanlage, die vor allem in der frühen und hohen Feudalzeit (ca. 10. bis 13. Jahrhundert) verbreitet war.
Eudon von Porhoët, Besitzer von Josselin und Schwiegersohn des Herzogs der Bretagne, beabsichtigte, seine Ansprüche auf das Herzogtum Bretagne gegen König Heinrich II. Plantagenet von England geltend zu machen. Um Eudons Widerstand zu brechen, nahm Heinrich I. Plantagenet 1168 die Festung Josselin ein und ließ sie zerstören.
Jahre später kehrte Eudon, der in Frankreich Zuflucht gesucht hatte, nach Josselin zurück. Mit den verbliebenen Steinen baute er die Burg und die Stadt wieder auf. Ab 1231 ging die Burg Josselin nacheinander in den Besitz der Häuser Fougères und Lusignan über und gelangte 1309 sogar an den französischen König.
