Das Museum wurde im Juli 2011 eröffnet und präsentiert ungefähr 650 Ausstellungsstücke, die aus der eigenen Sammlung stammen oder von der Firma Lalique zur Verfügung gestellt wurden. Einige Kunstwerke werden auch von Pariser Museen oder privaten Sammlern geliehen.

Das moderne Gebäude ist das Werk von Jean-Michel Wilmotte, dessen Entwurf nach einem Architekturwettbewerb 2004 wegen seiner guten Eingliederung in die Landschaft im folgenden Jahr ausgewählt wurde. An das Museum schließt ein Garten an, der Pflanzen zeigt, die Lalique in seinen Entwürfen nutzte: Kiefern, Efeu, Farn und andere.

Quelle: https://de.wikipedia.org.wiki/Musée_Lalique


 

 

 René Lalique

 

 

 

Der 1860 in Ay in der Champagne geborene René Lalique trat 1876 eine Lehre bei Louis Aucoc, einem Pariser Juwelier, an. Nach einer Ausbildung an der École des Arts décoratifs in Paris und einem zweijährigen Aufenthalt in England ließ er sich als selbstständiger Zeichner und Gestalter nieder und arbeitete für renommierte Schmuckfirmen wie Jacta, Boucheron, Cartier, Gariod usw.

1885 übernahm er die Werkstatt des Juweliers Jules Destapes und startete damit seine Karriere als eigenständiger Schmuckkünstler.

René Lalique verwendete Materialien, die bis dahin nur selten für die Herstellung von Schmuck verwendet wurden, beispielsweise Horn, Elfenbein, Email und Glas. Seine Broschen, Anhänger und Halsketten gehören zu den typischsten Beispielen für den Art-nouveau-Stil. Die Suche nach dem Schönen war ihm wichtiger als eine Zurschaustellung von Luxus.

Die avantgardistischen Schmuckstücke René Laliques fanden Anklang bei einer intellektuellen Elite. Zu seinen berühmtesten Kunden gehörten die Schauspielerin Sarah Bernhardt und der Erdölmagnat Calouste Gulbenkian. 1900 triumphierte René Lalique bei der Weltausstellung in Paris, es ist der Höhepunkt seiner Karriere als Kreateur von Schmuck.

 

Das Material Glas hatte René Lalique bereits seit längerem fasziniert. 1907 lernte er den Parfümeur François Coty kennen. Von da an kreierte er für ihn und zahlreiche andere Parfümhersteller Flakons, die speziell für bestimmte Duftkreationen gestaltet waren: So hatte das Behältnis nunmehr eine direkte symbolische Verbindung zu seinem Inhalt. 1913 erwarb René Lalique die Glashütte in Combs-la-Ville und entwickelte dort die Serienproduktion seiner Entwürfe. Ziel war es, die Kosten zu senken und seine Kreationen für so viele Menschen wie möglich erschwinglich zu machen.

1921 beschloss René Lalique, in Wingen-sur-Moder eine neue Manu-Faktur zu errichten. Die Wahl fiel auf die nördlichen Vogesen, weil Lalique wusste, dass dort qualifizierte Glasmacher zu finden waren. Gleichzeitig nutzte er die finanziellen Anreize, die die französische Regierung nach dem Ersten Weltkrieg bereitstellte. Die „Verrerie d’Alsace“ spezialisierte sich auf die gehobene Tischkultur. Es wurden zahlreiche Glasserien entwickelt und in die ganze Welt verkauft.

Danach betätigte sich René Lalique in unterschiedlichen Gestaltungsbereichen. Sein Beitrag zur Exposition des Arts décoratifs et industriels modernes im Jahr 1925 mit seinem Brunnen Les sources de France war eine Demonstration seines architektonischen Könnens. Große Bekannt-heit erlangten ebenfalls die von ihm in den 1920er Jahren entworfenen Kühlerfiguren für Automobile.

René Lalique war ein echter Ausnahmekünstler und ein kluger Unternehmer, dem es gelang, stets mit seiner Zeit zu gehen und so sein Unternehmen weiterzuentwickeln. Er starb am 1. Mai 1945. Sein künstlerisches Erbe und sein Name genießen noch heute weltweites Renommee.

Quelle: https://www.musee-lalique.com/de/rund-ums-museum/lalique-mehr-als-eine-marke/rene-lalique/


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